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15. November 2010

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Greogor Boos

 

 

 

"Do werd die Wutz geschlacht..."
o werd die Wutz geschlacht..."


...so lautete das Thema des jüngsten Seniorennachmittags der Ortsgemeinde. Hierzu begrüßte Herr Legler vor vollbesetztem Saal den Metzger Philpp Weber, der das Thema Hausschlachtung - "vunn de Wutz bis zu de Worscht" vorstellte.

Dargestellt wurde Philipp Weber durch seinen Urenkel Thomas Ehlenberger, der entsprechend ausstaffiert durch das Programm führte. Anhand alter Aufnahmen aus den 20er bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gab es so manches "Aha-Erlebnis", sowohl bei den alteingesessenen, als auch bei später zugezogenen Gästen. Diverse Gerätschaften rund um die Hausschlachtung - von der Blutschüssel bis zum "Millischkennsche" - wurden vorgestellt und konnten in Augenschein genommen werden. Auch Philipp Webers jüngste Tochter - Christel Martenstein - konnte einige Anekdoten zum Besten geben. Der Vortrag hatte offensichtlich den Nerv des Publikums getroffen, was sich an der regen Mitwirkung und Diskussion ablesen lies.

 

"Ohne Strom und Wasser"...

 

...zu leben, das konnten sich die Kindergartenkinder nicht vorstellen. Mit ihren Erzieherinnen waren die "Feldmäuse" der Kindertagesstätte Regenbogen zu Besuch beim Museumsschaufenster des Geschichtsvereins. Hier bestaunten sie die aktuelle Ausstellung eines Krankenzimmers zu Urgroßvaters Zeiten und rätselten über die Bedeutung einiger heute ungewohnter Gegenstände. Doch es wurde auch "Geschichte zum Anfassen und Mitmachen" geboten. Mit Eifer waren die Kinder dabei, galt es Wasser im Blecheimer aus dem Brunnen auf dem Untermarkt zu holen, ins Haus zu bringen, auf dem Kohleherd zu erhitzen, in

Waschschüssel und Wanne zu füllen, oder mit der Kerze zu leuchten. Noch bis zum 14.03. ist die sehenswerte Ausstellung 24 Stunden täglich geöffnet, Führungen sind wie üblich nach Terminabsprache möglich (T.Ehlenberger Tel.06733 1079).

P.S. das "Intermezzo" zur Fastnacht mit Narrenkappe, Hering, und Nudelholz ist vorbei, der Arzt schaut wieder nach dem Patienten.

 

"Kunst und Krempel"...

 

...gab es wieder in der Weinstube Boos zu besichtigen. In der beliebten Veranstaltungsreihe des Geschichtsvereins war das zentrale Thema das ehemalige Kaufhaus Boos am Untermarkt, seit einigen Jahren auch Standort des "Museumsschaufensters". Zunächst erläuterte Thomas Ehlenberger die historische Entwicklung des Anwesens im Verlaufe der letzten 300 Jahre. Anhand von Annoncen, Postkarten und Geschäftsunterlagen wurde der Bogen von der Wirtschaft "zum weißen Roß" 1690 über das Kaufhaus Ritter bis zum "Nah und Gut"-Markt von Werner Boos. Unterbrochen wurde der "Theorieteil" durch ausgewählte Exponate, die nach der Geschäftsauflösung in Lager und Magazinräumen zu Tage traten. Alte Anschreibebücher, Rabattkarten, Scheuerpulver aus Kriegsproduktion oder Griffelkästen aus der Jahrhundertwende konnten mit Auge und Hand begutachtet werden. Innen- und Außenaufnahmen der letzten 100 Jahre leiteten dann zum gemütlichen Teil über, der sich bei interessanten Gesprächen bis weit in die Nacht erstreckte

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"Das Museumsschaufenster"...

 

...hat wieder geöffnet und erwartet an 7 Tagen der Woche 24 Stunden täglich seine Besucher. Aktuelles Thema ist die Darstellung eines Krankenlagers vor 100 Jahren, welches in einem häuslichen Schlafzimmer eingerichtet wurde. Der HausarztDer Hausarzt ist bereits eingetroffen und hat seine Tasche ausgepackt. Zahlreiche zeitgenössische Instrumente und Einrichtungsgegenstände wurden wieder zusammengetragen und liebevoll arrangiert.

Hausbesuch des Arztes

Entsprechende Erläuterungstexte zur ärztlichen Versorgung in den vergangenen Jahrhunderten runden das Projekt ab. So gibt es wieder einen guten Grund für einen Abstecher zum Gau-Odernheimer Untermarkt beim nächsten Spaziergang.

 

"Kunst und Krempel"...

 

...zeigt der Geschichtsverein wieder am Samstag, 31.1.um 20 Uhr in der Weinstube Boos.  Diesmal haben wir ein konkretes Thema: es steht das ehemalige Kaufhaus von Werner Boos im Mittelpunkt der Veranstaltung. Anhand von Bildern und Exponaten wird die Geschichte des Anwesens in den letzten Jahrhunderten gezeigt. Bei einem Gläschen Wein und interessanten Schaustücken ist wieder für einen unterhaltsamen und informativen Abend gesorgt.

 

 

 

 

 

Gau-Odernheim, Wappen aus dem 17. Jahrhundert

Geschichtsverein Gau-Odernheim