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15. November 2010

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Greogor Boos

 

"Die Kapelle auf dem Petersberg..."


... steht im Mittelpunkt eines kleinen Historienspiels am Donnerstag, 17.Mai. Im Anschluss an den um 10 Uhr beginnenden Himmelfahrtsgottesdienst wird der Geschichtsverein auf der Bergspitze die Sage um die Entstehung der Peterskapelle in kurzen Spielszenen in mittelalterlicher Gewandung gegen 11:30 aufführen. Daneben werden natürlich auch fundierte historische Daten und Fakten rund um Kapelle und Berg vorgestellt. Die Präsentationen werden dann im Rahmen der anschließenden Weinwanderung um den Petersberg zur jeweils vollen Stunde wiederholt.

 

 

"Vunn Trottwaa unn Bredullje"...


... französische Spuren in Odernheim, so lautete das Thema des diesjährigen Frühjahrsvortrags des Geschichtsvereins. Über 50 interessierte Zuhörer konnte der Vorsitzende Dr. Arnsperger im prall gefüllten ehemaligen Ratssaal begrüßen. Ihnen bot anschließend "Flugkapitän" Thomas Ehlenberger einen "Direktflug vom fränkischen Otternheim ins rheinland-pfälzische Gau-Odernheim - 12 Jahrhunderte in 90 Minuten". In kurzweiliger Form und unter reger Beteiligung des Publikums wurde der gemeinsame Ursprung und die unterschiedliche Entwicklung der beiden Nachbarvölker Deutschland und Frankreich dargestellt, wie aus Brüdern erst Gegner und gar "Erbfeinde" wurden, und schließlich wieder Nachbarn und gute Freunde. Anhand zahlreicher Dokumente und Exponate ließen sich die Spuren der deutsch-französischen Kontakte und Partnerschaften im Ort bis in die heutige Zeit nachverfolgen. In einem abschließenden "Quiz" ging man auch etlichen "eingebürgerten" französischen Begriffen auf den Grund. Bei einem guten Glas Wein folgte dem offiziellen Teil noch eine angeregte Diskussion. Das ergiebige Thema wird auch aufgrund der großen Publikumsresonanz in den nächsten Jahren Stoff für einige Vorträge liefern.

 

 

 

3000 Nadelstiche…


… und hunderte Arbeitsschritte braucht es, um einen Maßanzug anzufertigen. Während man heute nur noch Änderungsschneidereien kennt, und die Bekleidung „von der Stange“ kauft, war es bis in die 1950er Jahre noch üblich, sich einen Anzug „machen“ zu lassen. Einen Einblick in eine Schneiderstube der 1920er Jahre erhält man in den nächsten Wochen im historischen Laden von Werner Boos am Untermarkt. Schneiderstube Ein Großteil der Exponate stammt aus dem Nachlass des Gau-Odernheimer Schneiders Jakob Fröder II, selbst Weste und Hose sind Originalteile, die uns Helga Diehl geb. Fröder zur Verfügung stellte. Der Geschichtsverein hat neben Maschinen, Gerätschaften und Zubehör auch für entsprechende textuelle Erläuterungen gesorgt. Aufgrund der exponierten und zentralen Lage bietet sich ein Besuch der Ausstellung sowohl für den Sonntagsspaziergang als auch für Schulklassen und Kindergärten an. Nach Voranmeldung bei Thomas Ehlenberger (Tel. 06733 1079) sind auch Führungen möglich. Schneiderstube

Der ehemalige Kolonialwarenladen mit seiner originalen Einrichtung diente bereits in den vergangenen Jahren als "Geschichtsschaufenster".  Noch bis im kommenden Jahr hat uns Werner Boos das Ladenlokal zur Verfügung gestellt, was wir natürlich gerne annahmen. Bietet es doch die Gelegenheit, einmalige ortsgeschichtliche Exponate der Bevölkerung nahezubringen - quasi als Überbrückung des Themas "Heimatmuseum".

 

 

 

 

Gau-Odernheim, Wappen  aus dem 17. Jahrhundert

Geschichtsverein Gau-Odernheim