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15. November 2010

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Greogor Boos

 

 

 

In die weite Welt…


… konnte man von Gau-Odernheim aus ab 1896 „im Handumdrehen“ reisen, nachdem die Bahnstrecke Alzey-Bodenheim(Mainz) eingeweiht wurde. Das aktuelle Museumsschaufenster greift dieses Thema auf und zeigt eine historische Szene am Fahrkartenschalter. Neben allerlei Originalexponaten rund um die Eisenbahn wird das Thema auch wieder in Wort und Bild erläutert.

Auch kamen nach der Fensteröffnung wieder weitere Ausstellungsstücke von interessierten Betrachtern hinzu. Wie gewohnt ist das Fenster 24 Stunden täglich an 7 Tagen in der Woche geöffnet und lädt zu einer „kleinen Auszeit“ beim Betrachten ein. Vorführungen für Gruppen, Schulen und Kindergärten sind nach Absprache mit Thomas Ehlenberger (06733 1079) möglich.

 

"Do werd die Wutz geschlacht..."
o werd die Wutz geschlacht..."


...so lautete das Thema des jüngsten Seniorennachmittags der Ortsgemeinde. Hierzu begrüßte Herr Legler vor vollbesetztem Saal den Metzger Philpp Weber, der das Thema Hausschlachtung - "vunn de Wutz bis zu de Worscht" vorstellte.

Dargestellt wurde Philipp Weber durch seinen Urenkel Thomas Ehlenberger, der entsprechend ausstaffiert durch das Programm führte. Anhand alter Aufnahmen aus den 20er bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gab es so manches "Aha-Erlebnis", sowohl bei den alteingesessenen, als auch bei später zugezogenen Gästen. Diverse Gerätschaften rund um die Hausschlachtung - von der Blutschüssel bis zum "Millischkennsche" - wurden vorgestellt und konnten in Augenschein genommen werden. Auch Philipp Webers jüngste Tochter - Christel Martenstein - konnte einige Anekdoten zum Besten geben. Der Vortrag hatte offensichtlich den Nerv des Publikums getroffen, was sich an der regen Mitwirkung und Diskussion ablesen lies.

 

"Ohne Strom und Wasser"...

 

...zu leben, das konnten sich die Kindergartenkinder nicht vorstellen. Mit ihren Erzieherinnen waren die "Feldmäuse" der Kindertagesstätte Regenbogen zu Besuch beim Museumsschaufenster des Geschichtsvereins. Hier bestaunten sie die aktuelle Ausstellung eines Krankenzimmers zu Urgroßvaters Zeiten und rätselten über die Bedeutung einiger heute ungewohnter Gegenstände. Doch es wurde auch "Geschichte zum Anfassen und Mitmachen" geboten. Mit Eifer waren die Kinder dabei, galt es Wasser im Blecheimer aus dem Brunnen auf dem Untermarkt zu holen, ins Haus zu bringen, auf dem Kohleherd zu erhitzen, in

Waschschüssel und Wanne zu füllen, oder mit der Kerze zu leuchten. Noch bis zum 14.03. ist die sehenswerte Ausstellung 24 Stunden täglich geöffnet, Führungen sind wie üblich nach Terminabsprache möglich (T.Ehlenberger Tel.06733 1079).

P.S. das "Intermezzo" zur Fastnacht mit Narrenkappe, Hering, und Nudelholz ist vorbei, der Arzt schaut wieder nach dem Patienten.

 

 

 

 

 

 

 

Gau-Odernheim, Wappen aus dem 17. Jahrhundert

Geschichtsverein Gau-Odernheim